Kieler Kloster

Das nur noch bruchstückhaft erhaltene ehemalige Franziskanerkloster ist der wichtigste Zeuge der Kieler Stadtgründung im 13. Jahrhundert. Graf Adolf IV. von Schauenburg (1205–1262) kämpfte zunächst als Ritter gegen den dänischen König Waldemar II., eroberte die Grafschaft Holstein zurück und gründete die Stadt Kiel. Später stiftete er das Kloster, in dem er selbst bis zu seinem Tod als Mönch lebte. Das Kloster wurde 1530 aufgehoben und erlebte seitdem eine wechselvolle Geschichte als Lateinschule (Gelehrtenschule), Hospital, Gast-haus und als Lehr- und Arbeitsräume der Kieler Universität.

Nach den schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurden die noch erhaltenen Teile des Kreuzgangs und das Refektorium notdürftig instandgesetzt. Erst in den 1990er Jahren fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt, um das älteste Gebäude der Stadt wieder mit Leben zu füllen. Heute wird die Einrichtung vom Kieler Klosterverein e.V. betrieben und insbesondere für kulturelle, künstlerische und religiöse Zwecke genutzt.

Im Turm des Klosters ist seit 1999 ein Carillon mit 50 Glocken eingerichtet.

Das Kloster ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich.

PROGRAMM
Samstag, 16.10. 17:00 – 22:00 Uhr
Sonntag, 17.10. 12:00 – 17:00 Uhr
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ADRESSE

Falckstraße 9, 24103 Kiel

BUSHALTESTELLE

Lorentzendamm oder Holstenbrücke

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Programm

Samstag
17.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellungen:

„TODESMUTIG – Bilder zu einem modernen Totentanz“ aus der graphischen Sammlung der Nordkirche (zu sehen im Kreuzgang)

„Muthesius Kunsthochschule zu Gast im Kieler Kloster“ (zu sehen im Probsteisaal)

Samstag
17.30 Uhr

Turmführungen mit Besichtigung des Carillons – durchgehend halbstündlich (21.30 Uhr letzte Führung)

Samstag
17.30 Uhr

Erläuterungen zum Kieler Kloster, mit Gerd Heinrich (Bruder Adolf) und Renate Ebeling (Heilwig, Frau von Adolf) – stündlich bzw. nach Bedarf

Samstag
18.00 Uhr / 19.00 Uhr / 20.00 Uhr

Carillonkonzerte I bis III vom Turm: Es spielen Reinhild Kunow, Gerd Heinrich, Volker Schei-be, Eva Pietsch und Gunther Strothmann. Mit Videoübertragung der Glockenspieler*innen in den Klostergarten

Samstag
18.30 Uhr / 19.30 Uhr / 20.30 Uhr

Minikonzerte I bis III im Refektorium mit Cecilia Larsson (Sopran) und Michael Bruhn (Laute und Theorbe)

Grillstand im Garten: Bea und Michael Kosmahl
Bewirtung Pavillon: GrimmsDeli

Sonntag

Ausstellungen:

„TODESMUTIG - Bilder zu einem modernen Totentanz“ aus der graphischen Sammlung der Nordkirche (zu sehen im Kreuzgang)

„Muthesius Kunsthochschule zu Gast im Kieler Kloster“ (zu sehen im Probsteisaal)

Sonntag
12.30 Uhr

Turmführungen mit Besichtigung des Carillons – durchgehend stündlich (16.30 Uhr letzte Führung)


 

"Muthesius Kunsthochschule zu Gast"

Samstag, 16.10.2021, 17.00-22.00 Uhr, und Sonntag, 17.10.2021, 12.00-17.00 Uhr 
 

Felisha Maria Bahadur – "Parade Créole: Whirlwinds of Being"

Das erste Eigenkleid. Felisha Maria nutzt ein dynamisches Displaysystem der Designer MOKIT für die ästhetische Äußerung ihrer Forschungen zu Shanya Greene (Baglady Basics), Dr. Glenda-Alicia Leung (Hrsg. When Creole and Spanish Collide) und Dr. Ayesha Prout (Children's Authority of Trinidad and Tobago) sowie Reflexionen über ihre eigene künstlerische Praxis, existenzielle Prekarität und Selbstdarstellung. In der Mechanik der Diaspora manifestieren sich die Verhandlungen jedes Körpers über den flüchtigen Raum als Elemente des Dis/Play, die in Couture, Linguistik, Psychologie und Bewegung zu finden sind.

Felisha Maria arbeitet und lebt als Artistic Researcher in Kiel und Paris.
In ihrer Auseinandersetzung mit der Rekontextualisierung von Kulturgütern im deutsch-französischen Sprach-, Literatur- und Geschichtsraum setzt sie Malerei, Texte und interaktive Installationen ein. Ihre aktuellsten Projekte untersuchen Tribut und Gewalt an bestimmten Orten, wie zum Beispiel Straßendenkmäler, Demonstrationen und andere temporäre Interventionen im öffentlichen Raum. Dabei erforscht sie, wie verschiedene Spuren und Erinnerungen konstruiert, gelöscht, archiviert oder überliefert werden. Zusätzlich zu ihrer Forschung und Entwicklung von Künstlerkleidung anhand von Impulsen des Oeuvres Anna Muthesius‘, bietet sie seit 2019 Workshops und Vorträge an, in denen sie intersektionale Muster in der post-feministischen Literatur aussucht und in Frage stellt. 

www.felishamaria.com

Impressionen